Handball-WM: Der Naschkatzen-Trainer und seine „Mädels“ wollen Geschichte schreiben!
Ein start nach maß für die dhb-frauen
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen ist mit zwei souveränen Siegen in die Weltmeisterschaft gestartet! Nach dem klaren Erfolg gegen Island (32:25) und Uruguay (38:12) steht das letzte Vorrunden-Spiel gegen Serbien an (Sonntag, 18 Uhr/Sporteurope.tv). Kann das Team die Erfolgswelle fortsetzen und endlich die langersehnte Medaille für den Deutschen Handballbund (DHB) erobern? Die Erwartungen sind hoch, und das alles unter der Leitung eines ungewöhnlichen Trainers.
Markus gaugisch: mehr als nur ein handball-stratege
Wer steht an der Seitenlinie und dirigiert die 17 talentierten Spielerinnen? Es ist Markus Gaugisch (52), der Bundestrainer, der mit seinen Eigenheiten und seinem Humor das Team zu Höchstleistungen antreiben will. Seine Marotten? Ex-Nationalspielerin und Teammanagerin Anja Althaus lacht: „Er steckt immer seine Jogginghosenbeine in weiße Sportsocken und braucht seine Fisherman’s Friend Bonbons.“
Die fisherman’s friend-sucht des trainers
Gaugisch grinst verlegen: „Ja, es ist schon eine kleine Sucht. Ich habe sie immer in der Hosentasche, vor und während des Spiels.“ Wie es dazu kam? „Keine Ahnung! Kaugummikauen sah an der Bank nicht so gut aus.“ Und die gute Nachricht für den Trainer: Das ganze Team ist inzwischen infiziert! Anja Althaus sorgt für den Nachschub: „Ich bringe ihm immer welche mit, egal ob er einen Vorrat hat oder nicht.“
„Meine mädels“ – das team, das zusammenhält
Wie geht Gaugisch sonst mit seinem Team um? „Ich darf sie 'Meine Mädels' nennen, weil sie sich auch so bezeichnen“, erklärt er. Das Team scheint hervorragend zu harmonieren. Sarah Wachter (25, Torhüterin) verrät: „Man kann ihn nur mit Unpünktlichkeit und schlechtem Essen aus der Ruhe bringen.“ Und die Musik im Bus? Da scheiden sich die Geister.
Musikalischer geschmack: linkin park gegen ballermann
„Die Mädels hören alles querbeet, auch viel Ballermann-Musik“, gesteht Gaugisch. „Das ist erträglich. Ich bin eher der Rocker, höre Linkin Park oder Metallica.“ Ein interessanter Kontrast, der zeigt, dass der Trainer ein offener Mensch ist, der die Individualität seiner Spielerinnen respektiert. Seine Vertragslaufzeit läuft bis April 2026, eine Zeit, in der er sich voll und ganz dem Bundestrainer-Job widmen kann.
Der traum vom medaillen-gewinn und der schatten des sohnes
Gaugisch träumt von einer Medaille – und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Sein Sohn Kalle wurde im November 2025 überraschend mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Weltmeister. „Eine Medaillen-Wette haben wir nicht, aber ich bin im Familien-Ranking auf alle Fälle hinterher“, scherzt er. Er wünscht sich vor allem, dass die Leistungen der Frauen besser gesehen werden und dass der Handball für sie zu einem vollwertigen Beruf wird, mit den entsprechenden Bedingungen und der Unterstützung.