Hoeneß setzt auf mertesacker – bayern will wm-star an dfb
Uli Hoeneß hat die Fäden gezogen: Der FC bayern München setzt alles auf Per Mertesacker als neuen Gestalter im deutschen Fußball-Bund. Eine überraschende, aber kluge Entscheidung, die das DFB-Management jetzt im Sturm erhitzen dürfte.
Ein bruch mit der vergangenheit?
Die Gründe für Hoeneß’ Begeisterung sind mehrdeutig. Einerseits scheint er eine Art „Ehrenpräsident“ zu suchen, der die Werte des Vereins verkörpert und – im Gegensatz zu einigen aktuellen Akteuren – sich nicht von kurzfristigen Profitinteressen leiten lässt. „Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen“, so Hoeneß lakonisch.
Doch die Sache ist komplexer. Das WM-Desaster 2026 hat die Kritik an der aktuellen Führung im DFB massiv verstärkt. Hoeneß sieht in Mertesacker den Mann, der die notwendige Weitsicht und die Fähigkeit besitzt, wieder eine positive Atmosphäre zu schaffen – jenseits von mediallem Chaos und kurzsichtiger Strategie. Er ist ein Mann mit großer internationaler Erfahrung, wie Hoeneß betont. Es geht um mehr als nur eine Funktion; es geht um eine Signalwirkung.

Rio-weltmeister als tv-experte
Auch Hoeneß’ Einschätzung von Mertesackers Arbeit als TV-Experte beim ZDF überzeugt. „Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch.“ Das ist ein Qualitätsmerkmal, das in der aktuellen Fußballlandschaft dringend benötigt wird. Mertesacker bringt eine gewisse Bodenständigkeit mit, die im Kontrast zu den oft überhitzten Diskussionen steht.
Die Entscheidung des bayern-Patrons ist ein klares Statement: Der FC bayern will den deutschen Fußball wieder in die richtige Bahn lenken. Und Per Mertesacker soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Allianz entwickeln wird – aber eines ist klar: Der DFB steht vor einer großen Herausforderung.