Nachwuchs im Wisla-Auftakt: Deutscher Skiverband setzt auf junge Talente – Geiger und Co. warten

Wisla, Polen – Der Deutsche Skiverband (DSV) hat für den Auftakt des Sommer Grand Prix 2026 eine ungewöhnliche Strategie gewählt: Statt der Top-Stars setzt er auf eine junge Nachwuchsformation. Während die etablierten Namen wie Geiger und Wellinger erst in Courchevel ihr Können unter Beweis stellen werden, erhalten in Wisla drei Athleten die Chance, sich unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.

Drei Jungspunde auf der Adam-Małysz-Schanze

Nur drei Springer aus dem deutschen Aufgebot werden am Samstag auf der Adam-Małysz-Schanze antreten. Finn Braun, Luca Roth und Adrian Tittel bekommen die Möglichkeit, ihre Leistung zu zeigen. Bundestrainer Andreas Mitter betonte, dass dies eine Standortbestimmung sei, um die Entwicklung der jungen Sportler zu evaluieren. „Es wäre gut, wenn sie diese Chance nutzen“, erklärte Mitter. „Unser Ziel ist, dass einer von ihnen Punkte holt – und vielleicht gelingt sogar ein Platz in den Top Ten.“

Stars im Parcours, aber nicht im Rennen

Stars im Parcours, aber nicht im Rennen

Die Stars des Teams, darunter Karl Geiger, Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund und Andreas Wellinger, werden in Courchevel starten. Auch Domen und Nika Prevc fehlen beim Auftakt. Die Entscheidung, die Top-Athleten erst in Frankreich zu starten, begründet Mitter damit, dass die erste Phase der Sommervorbereitung abgeschlossen ist und nun der Fokus auf die Wettkampfphase gelegt werden soll.

Frauen-Team mit erfahrener und junger Mischung

Frauen-Team mit erfahrener und junger Mischung

Auch bei den Frauen setzt der DSV auf eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs. Cheftrainer Heinz Kuttin nominiert sechs Springerinnen für Wisla: Kim Amy Duschek, Anne Haeckel, Alvine Holz, Julina Kreibich, Anna Fay Scharfenberg und Juliane Seyfarth. „Wir fahren mit unserer erfahrensten Springerin und einem jungen Team“, so Kuttin. „Unser Auftrag ist, im Sommer Grand Prix früh Punkte zu sammeln.“

Die Entscheidung für den Auftakt mit einer jungen Mannschaft unterstreicht den Fokus des DSV auf die langfristige Förderung des deutschen Skisports. Ob die jungen Talente in Wisla ihre Chance ergreifen und erste Erfolge feiern, wird sich zeigen. Die Ergebnisse in Polen werden entscheidend sein, um die Strategie für die kommenden Rennen in Courchevel zu bestimmen.