Ost-Derby-Thriller: Magdeburg bangt sich zum knappen Sieg gegen Leipzig!
Dramatik pur in magdeburg!
Was für ein Handball-Spektakel! Der Erste SC Magdeburg, Tabellenführer der Daikin Handball-Bundesliga, musste sich beim vermeintlich mühelosen Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig, das bittere Ende noch einmal abringen. Ein 29:28-Ergebnis, das der Spannung kaum gerecht wird. Nach dem verlorenen Punkt in Erlangen war es beinahe schon die zweite Unentschieden der Saison – glücklicherweise nicht!
Technische pannen vor dem anpfiff
Ein Ausrufezeichen gleich zu Beginn: Sowohl der Videobeweis als auch die Torlinientechnik blieben den Schiedsrichtern Lucas Hellbusch und Darnel Jansen vor dem Spielbeginn leider fern. Glücklicherweise spielte das in diesem fairen Duell keine entscheidende Rolle. Das Publikum war trotzdem elektrisiert, denn ein derby ist immer etwas Besonderes, besonders wenn die Ausgangslage so eindeutig scheint.
Leipzig wehrt sich!
Domenico Ebner im Leipziger Tor sorgte für erste Überraschungen, als er den ersten Siebenmeter von Omar Ingi Magnusson parierte. Der Tscheche Matej Klima zeigte sich ebenfalls in Topform und brachte Leipzig frühzeitig ins Spiel, mit drei Toren bei einem 3:3 in der 7. Minute. Doch die Klasse des SCM machte sich allmählich bemerkbar, und der Tabellenführer übernahm die Kontrolle.
Die erste halbzeit: magdeburg im vorteil
Nach einer Phase der Dominanz ging es mit einem klaren 18:12 in die Halbzeitpause. Magdeburg hatte zwar einige technische Fehler (sieben), aber Leipzig fand kaum Mittel, die Abwehr zu knacken. Matej Mandic hielt im SCM-Tor mit einigen Glanzparaden. Die Leipziger bemühten sich, aber ihre Würfe trafen meist erst aus der zweiten Welle ihr Ziel und wurden oft von Mandic vereitelt.
Die aufholjagd von leipzig!
Nach der Pause zeigte Leipzig eine beeindruckende Leistungssteigerung. Ein 3:0-Lauf verkürzte den Rückstand schnell auf 18:15 (35.). Luka Rogan erhöhte auf 19:17 in Überzahl, und plötzlich war das Spiel wieder völlig offen. Tomas Piroch bewies Nervenstärke mit dem Ausgleich zum 22:22. Die Spannung im Magdeburger Publikum war zum Greifen nah.
Das bittere ende: keine torlinientechnik, kein glück
In den letzten Sekunden wurde es noch einmal richtig dramatisch. Gisli Kristjansson verlor den Ball, Leipzig startete einen Konter. Doch Tom Koschek verlor die Kontrolle über den Ball, und der Schlusspfiff ertönte. Da die Torlinientechnik ausgefallen war, konnte nicht einmal festgestellt werden, ob der Ball die Linie überschritten hatte. Ein herber Rückschlag für Leipzig, das sich zumindest einen Punkt verdient gehabt hätte. Ein Spiel voller Emotionen, das die Handball-Bundesliga in ihrer besten Form zeigte!
Kurz & knackig: weitere ergebnisse
- TVB Stuttgart – VfL Gummersbach 22:28: Gummersbach zeigt Galaauftritt!
- Julian Köster (Gummersbach) mit 8 Toren!
- Miro Schluroff (Gummersbach) mit 7 Toren!