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Rachefeldzug in Los Angeles: Mikaelian fordert Jack zur Rede!

Der bittere nachgeschmack des ersten duells

Noel Mikaelian (35), der deutsche Profiboxer, blickt mit Grauen auf seinen letzten Kampf gegen den schwedischen Weltmeister Badou Jack (42) zurück. Im Mai dieses Jahres, in Riad, Saudi-Arabien, verlor er einen umstrittenen Punktsieg, der ihn bis heute frustriert. Mikaelian war nur kurzfristig als Ersatz für den verletzten Ryan Rozicki (30) eingesprungen und hatte lediglich zwei Wochen Vorbereitungszeit. Dieses ungünstige Umfeld, gepaart mit weiteren fragwürdigen Umständen, trübte das Ergebnis.

Ein kampf voller ungerechtigkeiten?

Ein kampf voller ungerechtigkeiten?

Mikaelian spricht von gezielter Schikane rund um den Kampf. Die kurzfristige Verschiebung der Kampfzeit von 2 Uhr nachts auf 5 Uhr morgens, obwohl er seinen Schlafrhythmus bereits angepasst hatte, wird als ein klarer Hinweis auf eine absichtliche Benachteiligung gewertet. Er vermutet, dass Jack von dieser Änderung bereits früher Kenntnis hatte. Zusätzliche medizinische Untersuchungen und eine ungewöhnliche Anzahl an Dopingkontrollen verstärkten den Eindruck, dass ein Sieg für Jack von vornherein geplant war.

Die rolle von turki alalshikh

Die rolle von turki alalshikh

Der Veranstalter Turki Alalshikh (44) pflegt nach Angaben von Mikaelian einen engen Draht zu Badou Jack. Dies könnte eine Rolle bei den fragwürdigen Ereignissen im Vorfeld des Kampfes gespielt haben. Mikaelian kritisiert zudem die mangelnde Kontrolle des Ringrichters über Jacks unfaire Taktiken, darunter Kopfstöße, Klammergriffe und Tiefschläge. Einmal traf der Ringrichter ihn sogar mit dem Finger ins Auge!

Die umstrittene wertung

Die umstrittene wertung

Die Punktwertung – zweimal 115:113 für Jack und einmal 114:114 – wurde von Mikaelian und vielen anderen als ungerecht empfunden. Prominente wie Frank Warren und die Boxlegende Julio César Chávez waren der Meinung, dass Mikaelian den Kampf klar gewonnen hatte. Auch Funktionäre anderer Verbände und Journalisten teilten diese Ansicht. Diese breite Unterstützung für seine Position bekräftigt Mikaelians Überzeugung von einer ungerechten Entscheidung.

Die revanche in los angeles: mikaelian auf wiedergutmachung

Am Samstag in Los Angeles steigt nun der Rückkampf um den WBC Weltmeistertitel im Cruisergewicht (bis 90,7 Kilogramm). Mikaelian betont, dass der Gürtel zwar wichtig ist, aber seine Hauptmotivation darin besteht, Jack zu zeigen, dass der vorherige Kampf nicht korrekt verlaufen ist. Er hat nun sieben Wochen Vorbereitungszeit, was ihm deutlich mehr Zeit für die Vorbereitung gibt.

Vorsicht vor jacks taktiken!

Trotz der verbesserten Vorbereitungszeit warnt Mikaelian vor Jacks unorthodoxen Kampfstilen. „Er hält dich mit links und schlägt dann mit rechts, oder er drückt den Kopf nach vorn, um dich damit zu treffen“, so der Hamburger. Er hofft auf eine faire Chance und ist fest entschlossen, sich gegen Jacks „dreckige Taktiken“ zu wehren und den Titel zu gewinnen. „Wenn ich ihn fast ohne Vorbereitung eigentlich schlagen konnte, sollte es jetzt leicht sein.“